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Presseberichte der Session 2023/2024




TV-Bericht zur Spendenaktion






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Dienstag, 06.02.2024



Berichterstattung in der Lokalzeit Münsterland im WDR-Fernsehen








Bericht zum blauen Montag






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Dienstag, 06.02.24



Narren regieren im Rathaus



Eine Karriere im Karneval verlangt Kondition. Dass Prinz Philipp II. und Funkenmariechen Marion II. nicht nur ein närrisches Naturell, sondern auch Ausdauer mitbringen, bewiesen sie mit Elferrat und Vertretern der KG Otti-Botti am Montag. Am Tag nach dem Umzug statteten die Ober-Narren dem jecken Nachwuchs in den Kitas und der Davertschule eine Visite ab. Wobei festgestellt wurde, dass auch dort Prinzen und Funkenmariechen gekürt worden waren. Nach einem Zwischenstopp bei der Volksbank und bei Kallwey setzten die Karnevalisten dazu an, das Rathaus zu stürmen. Dort wurde dem närrischen Regiment kein Widerstand entgegengebracht – sondern Gastfreundschaft. Dafür, dass die Sendener Verwaltung – von Ottmarsbocholtern „unterwandert“ – den Karneval „intensiv“ unterstützt, gab es etliche Orden.





Berichte zum Umzug






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Montag, 05.02.2024



Berichterstattung in der Lokalzeit Münsterland im WDR-Fernsehen










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Montag, 05.02.24



Maues Wetter hält Besucher des Umzugs nicht ab


Otti-Botti bleibt närrische Hochburg



Von Dietrich Harhues

OTTMARSBOCHOLT. Kaiserwetter herrscht nicht, als König Karneval regiert. Beim Höhepunkt der fünften Jahreszeit versagt das närrische Volk am Sonntag aber nicht seine Gefolgschaft. Trotz Fisselregens, düsteren Wolken und nur einem Aufblitzen der Sonne ist der Karnevalsumzug in Ottmarsbocholt gut besucht.

Sebastian Schemmer, Vorsitzender der KG Otti-Botti, dem Veranstalter, des Karnevals in Ottmarsbocholt, orakelte kurz vor dem Zug-Start: „Ein paar auswärtige Besucher überlegen sich das, ob sie kommen.“ Dass sich das Rekordjahr 2023 nicht wiederholen würde, in dieser Hinsicht behält der Chef der „Karnevalsgesellen“ recht. Doch als der Zug rollt, ist Schemmer erleichtert: Deutlich mehr Besucherinnen und Besucher sind nach Otti-Botti gekommen, als erwartet worden ist. Der Vorsitzende des Orga-Vereins liegt aber auch in dieser Einschätzung richtig: „Die Stimmung im Dorf ist super.“

Klar, das hatte sich die ganze Session über unter der Regentschaft von Philipp II. und Marion II. offenbart. Die Regenten aus der Ecke Neustraße fieberten dem Höhepunkt entgegen, mit dem Prinzenwagen, den Abschluss und den Höhepunkt des Lindwurms zu bilden. Doch auch bei Prinzenwiegen, Pripro und nicht zuletzt durch ihren Aufruf zu einer Benefiz-Aktion haben die närrischen Oberhäupter schon deutliche Spuren hinterlassen.

Immerhin gilt es für Otti-Botti ja auch, einen hohen Anspruch zu markieren: als eine, womöglich, „die“ Karnevalshochburg im Münsterland. Unzählige Arbeitsstunden ehrenamtlichen Engagements und originelle Ideen fließen dazu ein. Nicht nur Besucher und Beteiligte, die teils seit Jahren von weither kommen wegen „der besonderen Otti-Botti-Atmosphäre“, wie es jetzt auch wieder heißt, bekräftigen diesen Status. Vielmehr werden die Gäste schon an den Ortsschildern (die täuschend echt mit neuen Tafeln versehen worden waren) mit „Karnevalshochburg Otti-Botti, Gemeinde Ottmarsbocholt“ begrüßt.

Vom Joch der kommunalen Gebietsreform hatten sich die Jecken in einer gut vorbereiteten närrischen Guerilla-Aktion bereits befreit, bevor am Sonntag kurz vor dem Start des Umzugs der Rathaus-Schlüssel von Bürgermeister Sebastian Täger an die Regenten aus Otti-Botti übergegangen ist. Prinz Philipp verliest seine prinzliche Bulle, deren Regeln Vorrang und weitere Förderung für das närrische Brauchtum vorsehen. Die heimliche Sympathie mit den jecken Eroberern ist dem bis dahin amtierenden Verwaltungschef von jenseits des Kanals in Otti-Botti bei der Schlüsselübergabe auch anzumerken.

Der Umzug, der sich 14.11 Uhr vom Hörster Platz aus durchs Dorf schlängelt, bietet mit 13 Motivwagen, gut 50 Fußgruppen und sieben Spielmannszügen wieder ein prächtiges Bild. Ihren Logenplatz genießt Familie Kersting, die an der Dorfstraße auf Höhe der Horst wohnt. Sie sind erst 2020 von Münster nach Otti-Botti gezogen. Wissend, was sie in puncto Karneval erwartet. In dieses Vergnügen stürzen sie sich gerne. Denn, was die Narretei in Ottmarsbocholt kennzeichnet, findet Christine Kersting sympathisch: „Das ganze Dorf macht mit.“

Anders ließe sich wohl auch nicht realisieren, was zum jecken Höhepunkt wieder auf die Straße gebracht wird. Ob Monopoly am Beispiel von Ottmarsbocholt, Klimawandel oder Pflegenotstand – viele Themen werden närrisch aufgespießt und in Form von aufwendigen Wagen oder auch als Rollator-Gang umgesetzt.

Die Rot-Weißen, ein Freundeskreis, der seit Jahrzehnten den Umzug bestückt, hat beispielsweise Putin und Trump auf eine Rakete gesetzt, um sie ins All zu befördern. Mit einer Never-Come-Back-Airline, versteht sich. Ein aktuelles Statement tritt hinzu: „Brauner Dreck muss weg.“ Zielscheibe närrischen Spotts ist auch Minister Lauterbach mit seiner Cannabis-Legalisierung. Gleich mehrere Gruppen schlüpften ins Hippie-Kostüm und kündigen beispielsweise einen Coffee-Shop für Otti-Botti an.

Aber gemach: Zur Hippie-Hochburg wandelt sich das quirlige Dorf mit dem ausgeprägten Gemeinschaftssinn wohl kaum. Aber Karnevalshochburg – das wird Otti-Botti bleiben.





Vorberichte zum Umzug





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Montag, 01.02.24



Karneval in Ottmarsbocholt


Prinzenpaar Philipp II. und Marion II. führen die KG Otti-Botti an


Närrisches Treiben



O ffiziell in Amt und Würden sind sie seit der Proklamation vor wenigen Tagen bereits, jetzt geht es für das Prinzenpaar Philipp II. (Beckhove) und Marion II. (Beckhove) auf in den Feiermarathon mit Pyjamaball und Umzug am kommenden Wochenende.

Schon heute sollten sich die Karnevalisten von 18.30 bis 20 Uhr an der Halle der Firma Schemmer zur Bonbonausgabe versammeln. Am Samstag (3. Februar) wartet dann mit dem Pyjamaball ab 20.11 Uhr in der Festhalle Vollmer eines der beiden Sessionshighlights auf die Besucher.

Am Sonntag (4. Februar) wird zunächst um 13.33 Uhr der Schlüssel am Dorfplatz am Jallermann übergeben, bevor sich ab 14.11 Uhr der bunte Zug durch den Ort zieht. Dann ist wieder alles am Start, was zu einem guten Karnevalszug dazu gehört. Cowboys, Feen, allerlei Getier und natürlich jede Menge Kostüme mit aktuellem Bezug werden zu bestaunen sein. Vorneweg wird der Spielmannszug Ottmarsbocholt für Stimmung sorgen.

Dass die bunten Wagen durch den Ort fahren, dafür haben wieder die großen Ecken und kleinen Ecken gesorgt, die wie in jedem Jahr dafür sorgen, dass der Karneval in Otti-Botti ein Event für den ganzen Ort ist.

Am 10. Februar treffen sich die Senioren im Gasthof Vollmer, um gemeinsam zu feiern.

In diesem Jahr geht es dem Prinzenpaar aber nicht nur um Spaß und Frohsinn, sondern auch um die gute Sache. So hat das Prinzenpaar eine Spendenaktion ins Leben gerufen für die Kinderkrebshilfe Münster und die UKM Klinikclowns. Als das Prinzenpaar selbst mit einem Schicksalsschlag zu kämpfen hatte, haben sie den Einsatz dieser beiden Organisationen schätzen gelernt und wollen ihr Amt nun einsetzen, um die Kinderkrebshilfe und die Klinikclowns zu unterstützen. Das Prinzenpaar möchte gerne etwas Freude auf die kinderonkologische Station bringen und die Spende überreichen.
(as)







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Mittwoch, 31.01.2024



Berichterstattung in der Lokalzeit Münsterland im WDR-Fernsehen








Prinzenproklamation 2024






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Montag, 29.01.24



Prinzenproklamation in Otti-Botti


Endlich in Amt und Würden



Von Ulrich Reismann

OTTMARSBOCHOLT. Sie haben jetzt das Rergiment in Ottibotti übernommen: Philipp II. und Marion II. als Funkenmariechen. Bei der Proklamation in der Hslle Volmer am Samstag ging es hoch her. Stimmungsvolle Büttenreden wechselten sich ab mit Tanzeinlagen.

Es war die schöne Antonia (gespielt von Antonius Röhrig), die nun endlich Klarheit haben wollte – und sich analog zu dem Grimmschen Märchen vor den Spiegel stellte mit der Frage: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Bei jener entzückenden Weiblichkeit, welche noch tausendmal schöner war als die Fragende selbst, handelte es sich in diesem Fall jedoch nicht um „Schneewittchen“ – und sie wohnte auch nicht über den Bergen bei den sieben Zwergen. Nein: Die Schönste weit und breit, sie war am Samstagabend in der Halle Vollmer höchstpersönlich zugegen, wo sie (zusammen mit ihrem Gemahl) von über 511 Karnevalisten leidenschaftlich gefeiert wurde: das Funkenmariechen Marion II.

Auch wenn es der schönen Antonia ansonsten an Selbstbewusstsein keineswegs mangelte, so musste sie in diesem Fall neidlos zugeben: „Da kann ich natürlich nicht mithalten.“ Frenetischer Beifall in der Halle untermauerte diese Aussage.

„Den Karneval zelebrieren, wie es sonst wo wohl kaum einer kann. Das ist es, was unser Dorf ausmacht.“ Mit diesen Worten hatte Karnevalsgesellen-Präsident Sebastian Schemmer in seiner Begrüßung „den Enthusiasmus“ beschrieben, der für Ottmarsbocholt zu einem wahren Markenzeichen geworden sei. Und die Prinzenproklamation lieferte wieder einmal einen Beleg dafür, als zu Ehren des Prinzenpaares Philipp II. und Marion II. (Beckhove) ein Feuerwerk voller Ekstase entfacht wurde.

Den Anfang machte wie üblich Conferencier Carsten Schemmer, der in seiner Büttenrede einen ganzen Strauß spitzer Pfeile gegen die Ampel abschoss und sich dabei neben dem Bundeskanzler besonders die Grünen vorknöpfte. Mit scharfer Zunge geißelte er deren Politik, bei der er weder Sachverstand noch Fachkenntnisse erkennen könne. „Atomkraftwerke abschalten, wenn man in der Energiekrise steckt – um sich anschließend Strom aus sicheren Atommeilern in Tschechien zu holen“. So etwas mache offensichtlich Sinn – „eine Umgehungsstraße dagegen nicht“. Und die in Ottmarsbocholt für die Windräder erteilten Baugenehmigungen kommentierte Schemmer, welcher die „Pripro“ schon seit 25 Jahren moderiert, ebenfalls: „Da hat sich das Klappern im rauschenden Wald doch wohl gelohnt.“

Regelrechte Begeisterungsstürme löste Antonius Röhrig aus, als er in seinen ohnehin schon zwerchfellreizenden Auftritt als besonderen Clou noch Welthits von Gloria Gaynor („I am what I am“) und Peter Maffay („Über sieben Brücken musst du gehen“) effektvoll und mit Lokalkolorit versehen einbaute. Die Narren waren ganz aus dem Häuschen vor Begeisterung.





Pressebericht zur Spendenaktion






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Samstag, 27.01.24



Philipp II. und  Marion II. Sammeln 18 666 Euro für krebskranke Kinder und Klinik-Clowns


Prinzenpaar mobilisiert für Gutes



Von Sandra Molitor

OTTMARSBOCHOLT. „Wenn ich daran denke, wie viel Unterstützung wir gerade in den ersten Tagen bekommen haben, bekomme ich jetzt noch eine Gänsehaut“, erzählt Funkenmariechen Marion II. Damit bezieht sie sich nicht etwa auf die Regentschaft ihres Mannes, der als Prinz Philipp II. (Beckhove) den diesjährigen Karneval in Ottmarsbocholt anführen wird. Die beiden Vollblutnarren haben nämlich per Videobotschaft an die Karnevalsjecken einen Spendenaufruf geschickt, der, wie es neudeutsch gerne heißt, binnen Stunden viral ging. Und der gestern in einem Besuch in der Uniklinik in Münster und einer Spendenübergabe von stattlichen 18 666 Euro zugunsten der Klinik-Clowns und der Kinderkrebshilfe gipfelte.

Zum Hintergrund: Vor fünf Jahren erkrankte ihr Sohn Leonard schwer. Er war auf eine Knochenmarkspende angewiesen, fand einen Spender und lag lange in einem der Bettentürme in Münster. „Diese Uniklinik ist ja eine eigene Welt. Aber wir haben uns dort stets gut und herzlich aufgenommen gefühlt, waren mehr als eine bloße Patientenakte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erinnern sich Marion und Philipp Beckhove. Insbesondere die Kinderkrebshilfe mit ihren verschiedenen Angeboten und Aktionen und die Klinik-Clowns, die einmal in der Woche die kranken Kinder der Onkologie ihr Leid vergessen ließen, bewegten das Elternpaar nachhaltig. Und so war schon kurz nach der Entscheidung, als Prinzenpaar das Ottmarsbocholter Narrenvolk zu regieren, klar, dass sie diese Aufgabe mit einem dicken Dankeschön verbinden wollen. Leonard (15) ist mittlerweile wieder gesund und war gestern mit von der Partie, als Funkenmariechen Marion II. und Prinz Philipp II. die Kinder-Onkologie besuchten. Für die kleinen Patienten hatte Marion bunte Tütchen zusammengestellt, mit Süßigkeiten, Luftballons und Luftschlangen. „Das war uns wirklich eine Freude und Ehre, auf diese Weise ein Stück zurückzugeben. Wir sind so glücklich, dass Leonard heute mit uns feiern kann“, sagen Marion und Philipp Beckhove, die sich auf diesem Wege bei allen Spendern bedanken möchten.

Dem Karneval sind sie schon lange verbunden, sind auch selbst im Programm der Eckenfeste schon aktiv dabei gewesen. Schon kurz nach dem letzten Umzug beim traditionellen Eiersammeln ist Philipp Beckhove angesprochen worden, ob er sich vorstellen könne, für die Neustraße in diesem Jahr ganz oben auf dem Prinzenwagen zu stehen. Lange zu überlegen brauchten er und seine Frau nicht. „Ich bin schon immer ein Karnevalskind gewesen, und das ist natürlich eine unglaubliche Ehre“, fasst Marion zusammen. Es wurde kurz abgeklopft, ob sich die vielen Termine und Verpflichtungen eines Karnevalsprinzenpaares mit den Bedarfen des eigenen Betriebes – die Beckhoves betreiben in der Oberbauerschaft Hähnchen- und Schweinemast – vereinbaren lassen, und schon ertönte ein zweistimmiges „Ja!“ vor dem heimischen Kaminfeuer. „Das ganze Dorf zieht mit, dieser Zusammenhalt ist einfach unglaublich“, schildern sie die soziale Bedeutung des närrischen Frohsinns. Wenn sie nicht in jecker Mission unterwegs sind, beschäftigen sich Marion und Philipp gerne mit ihren beiden Hunden, Marion spielt in der Schenkwaldspielschar mit, Philipp geht auf die Jagd, beide lieben das Skifahren. Die Töchter Katharina und Isabell sind mittlerweile volljährig.

Obwohl der Höhepunkt der Session, der große Umzug am 4. Februar (Sonntag), erst in ein paar Tagen ansteht, so hat Philipp Beckhove schon jetzt einen Rekord sicher: Mit seinen 51 Jahren ist er der älteste Prinz in der Geschichte des Ottmarsbocholter Karnevals. Ein Umstand, der auch Vorzüge hat, wie die närrischen Oberhäupter augenzwinkernd feststellen: „Unsere Kinder können richtig mit uns feiern. Und manchmal übernehmen sie sogar Fahrdienste.“ Ob sie ihren Taxi-Joker heute Abend ziehen werden, wenn in der Halle Vollmer um 19.11 Uhr die große Prinzenproklamation steigt, bleibt ihr Geheimnis.




Prinzenwiegen 2024






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Montag, 22.01.24



Prinzenwiegen mit Phillipp II.


100 Kilo Bonbons führen zum Verlust der Bodenhaftung



OTTMARSBOCHOLT. Darf man als Prinz mal so richtig in die Luft gehen? Phillipp II. (Beckhove) hat dazu eine klare Meinung. Aber er tat es mit Würde und unter dem lauten Anfeuern aus mehreren Hundert jecken Kehlen, und zwar ziemlich genau bei 100 Kilo.

Die 19. Auflage des beliebten Prinzenwiegens fand am Samstagmorgen eine Stunde früher als gewohnt vor dem Raiffeisenmarkt an der Ascheberger Straße statt. Die Prinzenecke der vergangenen Session war für die Vorbereitung zuständig, und so legten sich die Hörster Narren mächtig ins Zeug beim Aufbauen der Waage und Verköstigen der großen und kleinen Karnevalisten, die dem spannenden Moment beiwohnen wollten.

Formvollendet zog das Prinzenpaar über die Dorfstraße mit Musik und Elferrat ein. Dass Funkenmariechen Marion II. aus dem Kraftfutter für ihre Schweine offenbar so manch leckeres Gericht zaubern könne und demnächst sicher ein Buch mit dem Titel „Prinzenmästen leicht gemacht“ herausbringe, vermutete Sebastian Schemmer, der als Vorsitzender der KG Ottmarsbocholt durch die Veranstaltung führte. Er dankte Joachim Edelbusch, Reiner Kock und ihrem Team für das Bereitstellen des Platzes und für die Bonbonkartons, die dann nach und nach auf die Waagschale gegenüber des Prinzenthrons gestapelt wurden.

Jubel entbrannte, als Thron und Prinz bei zwei Zentnern Kamelle langsam an Bodenhaftung verloren. Der Elferrat, der akkurat hinter der Prinzen-, und damit genau auf der Fahrzeugwaage des Raiffeisenmarktes, Aufstellung genommen hatte, wurde ganz nebenbei noch mit ausgewogen und brachte es auf karnevalistische 2.222 kg.

Zuvor hatte Prinz Philipp gemeinsam mit seiner Frau und Funkenmariechen Marion in bester Büttenmanier seinen gereimten Einstand gegeben und „dem Mann am Tusch“ reichlich zu tun gegeben. Für die Kinder kam der große Moment, als die Närrinnen und Narren der Prinzenecke beherzt in die Kamelle-Kisten griffen und zum ersten Mal in diesem Jahr das beliebte Geräusch von auf den Boden prasselnden Bonbons zu hören war.

Der erste Auftritt in vollem Ornat durfte nicht ohne Discofox enden, und so eröffnete zunächst das Prinzenpaar und dann der Elferrat nebst Damen bei eisigen Temperaturen die Tanzfläche.
Als bleibende Erinnerung befestigte Prinz Philipp II. den Orden der diesjährigen Session am Balken der Waage und verewigte sich damit im Reigen der gewichtigen Regenten Ottmarsbocholts.





Eckenfest 2024






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Freitag, 19.01.24



100 Kilo Bonbons führen zum Verlust der Bodenhaftung


Karnevalsecke Neustraße feiert



OTTMARSBOCHOLT. Die Stimmung: spitze. Der Farbfaktor: bunt gemischt. Der Variantenreichtum der Kostüme: querbeet und echt jeck. Am vergangenen Samstag hat die diesjährige Prinzenecke Neustraße ihr Eckenfest in der Gaststätte Kallwey gefeiert. Rund 100 gut gelaunte Gäste verfolgten das närrische Programm, das mit viel Liebe zusammengestellt worden war. „Die Gäste waren schon heiß auf die diesjährige Session“, heißt es seitens der zufriedenen Organisatoren.





Bericht im Wochenblatt






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Donnerstag, 11.01.24



Auf Otti-Bottis Narrenthron


Philipp und Marion Beckhove regieren als Prinzenpaar in Ottmarsbocholt. Ihr Ziel: Alteingesessene und Neuzugezogene zusammenführen. Auch in Beckum, Beverungen und Borghorst sind Menschen vom Land im Karneval aktiv



die Session ist rekordverdächtig kurz. Schon am 14. Februar ist Aschermittwoch und damit bekanntlich alles vorbei. Noch mehr spurten müssen sich die Narren in Ottmarsbocholt im Kreis Coesfeld. Hier rollt schon am Sonntag, 4. Februar, der Karnevalsumzug durchs Dorf. Folglich freuen sich Marion und Philipp Beckhove als Prinzenpaar auf einen mit vielen Festen vollgepackten Januar.
„Die Stalldienste an den Sonntagen sind schon verteilt“, berichtet der 51-jährige Agraringeneur und langjähriger Vorsitzender des Lanwirtschaftlichen Ortsverbands lachend. Die Beckhoves bewirtschaften einen Betrieb im südlichsten Zipfel des Dorfes. Sie mästen Schweine und Hähnchen und setzen zusätzlich auf regenerative Energien mit Photovoltaik und Biogas. Zwei Mitarbieter und drei Auszubildende sorgen mit dafür, dass alles läuft - auch in der anstehnden Karnevalszeit.

Frußguppe mit Freunden

Zum Karneval zieht es die Familie schon seit Jahrzehnten ins Dorf. Der Umzug in „Otti-Botti“ ist einer der bekanntesten im Münsterland. Marion und Philipp Beckhove bilden seit 20 Jahren mit Freunden eine Fußgruppe. „Wenn man in Ottmarsbocholt groß wird, dann wird man mit dem Karneval groß“, erklärt Philipp Beckhove. Fast alle 3700 Einwohner gehören zu einer der sieben „Karnvalsecken“, die reihum das Prinzenpaar stellen. Vom Ortskern aus ziehen sich diese jeweils wie Tortenstücke bis an die Ortsgrenzen. Die Beckhoves sind Mitglieder der „Ecke Neustraße“, gemeinsam mit Alteingesessenen und Neu-Ottmarsbocholtern aus dem Dorf, einem Baugebiet und den Bauerschaften.
Ende März vergangenen Jahres klopfte die Findungskommission bei den Beckhoves an. „Wir haben nicht sofort Hurra geschrien“, berichtet Philipp Beckhove. Aber dann gaben sie sich doch schnell einen Ruck. „Es ist einfach eine Ehre, gefragt zu werden“, sagt er und nennt einen weiteren Grund: Die drei Kinder Isabell, Katharina und Leonard sind mit 20, 18 und 15 Jahren mittlerweile so groß, dass sie auch mitfeiern können.

Gereimte Reden

Inzwischen stecken die Beckhoves mitten in den Vorbereitungen für die Session. Im Dezember haben sie bei einem Kostümverleih in Ahlen ihre Outfits abgeholt. Gerade arbeiten sie an den Reden für die vielen Auftritte. Die Herausforderung: Gereimt müssen sie sein. Das war auch schon die Antrittsrede bei der Prinzenvorstellung Ende November. „Vom äußersten Zipfel zum närrischen Gipfel“, titelten die beiden. „Wir sehen es als unsere Mission, Alteingesessene und Neuzugezogene duch den Karneval zusammenzuführen“, betont Marion Beckhove. Deshalb gehören zum Elferrat aus der „Ecke“ auch Paare, die sie bisher nur vom Sehen kannten. Im September trafen sich alle zum Kennenlernen auf den Hof. Nach und nach steigen nun die einzelnen Eckenfeste, dann folgen das  Prinzenwiegen, die Proklamation und kurz vor dem Umzug die Schlüsselübergabe am „Jallermann“, dem Karnvalsmaskottchen auf dem Dorfplatz. Am Tag zuvor gibt's noch eine Ottmarsbocholter Spezialität. Beim „Eiersammeln“ ziehen die Narren von Haus zu Haus und verkaufen ihre Karnevalszeitung. Am Tag nach dem Umzug stehen Besuche bei der Gemeinde, in der Grundschule und in den Kindergärten an.
„Am meisten freuen wir uns auf den Umzug“, erkärt Marion Beckhove. Gemeinsam mit „ihrer Ecke“ bauen die Beckhoves seit August den Prinzenwagen, der am 4. Februar als Letzter durch Otti-Botti rollen wird. Parallel rattern die Nähmaschinen für die zum noch geheimen Thema passenden Kostüme. Tausende Papierrosen werden den Wagen schmücken. Gezogen wird er wie alle anderen von einem Oldtimer-Traktor. Denn statt großer Trecker sollen die liebevoll gestalteten Karnvalswagen die Blicke auf sich ziehen.
Andrea Hertleif





Prinzenvorstellung 2023






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Montag, 27.11.23



Prinzenpaar Philipp und Marion Beckhove regieren Narren in Ottmarsbocholt


Vom „äußersten Zipfel" auf den Gipfel



-akrü- OTTMARSBOCHOLT. Was den Karneval betrifft, so befinden sich die Regierungsgeschäfte in dieser Session offensichtlich in allerbesten Händen. Diesen Eindruck bekam man jedenfalls am Freitagabend im Saal Vollmer, wo es einen ersten Eindruck von dem gab, was auf Ottibotti bis Aschermittwoch so alles zukommen wird. Die Karnevalsecke Neustraße, welche turnusmäßig das Mandat bekommen hat, zündete sogleich ein Feuerwerk des Frohsinns – welches dann einfach nur Lust auf Mehr machte. Die große Vorfreude auf das, was da im Januar noch so alles an Glückshormon-Stimulierendem auf den Ort zukommen wird, gründet sich auch auf zwei Hauptakteure: Philipp und Marion Beckhove werden als Prinzenpaar die tragenden Säulen des vergnügt Seins bilden. „Wir beide aus der Oberbauer, stecken voller karnevalistischer Power“.

Um das „Geheimnis zu lüften“ und den diesjährigen Prinzen vorzustellen, „und um uns auf die neue Session einzustimmen“, hatten die Karnevalsgesellen die Vertreter aller Karnevalsecken eingeladen. Wie der Vorsitzende Sebastian Schemmer dann weiter erklärte, sei der neue Prinz das interne Rampenlicht der Neustraße „bereits bestens gewohnt“, weil er auf dem dortigen Eckenfest schon seit Jahren für Erheiterung sorge. Mal alleine. Oder mitsamt seiner Familie.

Nun wolle er „als Philipp II. auch die anderen Bühnen unseres Dorfes erobern und für gute Stimmung sorgen“. Auch beim Wagenbauen habe er sich „nicht lumpen lassen“. Und das „trotz der vermutlich weitesten Anfahrt“. Auf die Lage seines Wohnsitzes ging der Prinz, der auch Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins ist, dann in seiner Ansprache selbst noch ein: Hinter der B 58, das sei zwar wohl „der letzte Zipfel“, ab sofort aber auch „der närrische Gipfel“.

Nachdem er seinen Elferrat vorgestellt hatte, widmete sich der Prinz zum Schluss auch den unerfreulichen Dingen. „Was muss ein Prinz sonst noch sagen, es sind in der Welt keine schönen Tage. Aber Karneval ist dafür gemacht, dem Alltag zu entfliehen mit aller Macht“. Nachwuchstalente der Neustraße legten in einer fulminanten Showeinlage dar, weshalb gerade ihre Ecke die allerbesten Voraussetzungen für eine glänzende Session mitbringe. Als Zentrum im Ort habe sie „einfach Idealmaße“ und sei geradezu „eine Partyzentrale für jeden“. Das brauche man „gar nicht zu bereden“. Denn: Mit Restaurant, Arzt, Kirche, Frisör und Co., „da ist sie vielfältiger als ein Zoo“. Somit befinden sich die Regierungsgeschäfte in dieser Karnevalsession in bester räumlicher Umgebung.

Über allem steht das neue Motto, welches lautet: „Der Jallermann ist weltbekannt – ganz Otti feiert Hand in Hand“. Dieser Leitspruch ist das Ergebnis kreativen Gedankenguts von Ines Ellertmann und Alex Hibbe, wofür ihnen Sebastian Schemmer seinen Dank aussprach.